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Heidelberg, 14.4.26 – Weltweiter Widerstand sichtbar gemacht - Banner an der Zentrale von Heidelberg Materials gehisst

Am Dienstagmorgen um kurz vor sieben haben Aktivist:innen an der Zentrale von Heidelberg Materials ein großes Banner mit der Aufschrift „Weltweiter Widerstand gegen Zerstörung“ angebracht. Damit möchte die Gruppe End Cement auf die international verteilten Kämpfe gegen Landraub, Klimazerstörung und Umweltzerstörung durch Heidelberg Materials aufmerksam machen. Auch die Nachfolgegruppe der Letzten Generation, das Widerstands-Kollektiv, ist Teil von End Cement.

Die Aktivist:innen sind mittels einer Hebebühne auf das Dach des Hauptquartiers gelangt, um von dort das Banner zu befestigen. Als Bildmotiv prangt dabei ein Löwenzahn hervor, der den Widerstand und Neubeginnn symbolisiert. Unter dem Banner halten sechs Personen auf den Vordächern des Konzerns die Flaggen von Palästina, Togo, Westsahara, Indonesien, Australien (indigene Gruppen) und Schweden in die Höhe. Mit Leitern haben sie es an der Security des DAX-Konzerns vorbei geschafft.

Die Beteiligten kritisieren das Unternehmen als „globalen Treiber von Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen“ und fordern ein radikales Umdenken in der Baustoffindustrie. Die Konzernzentrale wird damit als Symbol globaler Umweltzerstörung und sozialer Ungerechtigkeit adressiert. Sie betonen, dass Heidelberg Materials erneut „deutscher Klimakiller Nr.1“ ist und damit weiterhin zum Klimakollaps beitrage.

„Heidelberg Materials ist ein Großkonzern wie er im Buche steht: Grünes Logo und Konzerte sponsern, aber sobald es ums Geld geht, sind Klimaschutz und Menschenrechte plötzlich völlig egal“, sagt Lena Mapler, die selbst an einem Seil an der Fassade hängt.

Der Schauspieler und Drehbuchautor Raúl Semmler ergänzt: „Überall auf der Welt stellen sich mutige Menschen der Zerstörung durch Heidelberg Materials in den Weg. Ich bin stolz, heute Teil dieses weltweiten Widerstands zu sein.“

Die Aktion war seit 6:45 am Laufen, seitdem hat ein Mitarbeiter der Firma das Banner von innen zerissen und versucht am Seil hängende Aktivist:innen tätlich anzugehen. Die Gruppe „End Cement“ verurteilt dies und betont, dass sie jederzeit gewaltfrei aktiv sind. Um 9:51 waren alle Aktivist*innen von der Polizei geräumt.

Die Aktion ist Teil einer angehenden Protestwelle. So läuft gegenüber der Heidelberg Materials Zentrale bis zum 20. April das „End Cement Camp“. Am Donnerstag blockiert die Gruppe ab 12 Uhr das Zementwerk in Leimen. Ab 9:00 Uhr findet in unmittelbarer Nähe der Zentrale eine Pressekonferenz statt, bei der Sprecher:innen des Camps weitere Informationen mitteilen.

Die Forderungen der Gruppe sind ein unabhängiger Menschenrechtsbericht sowie Entschädigungen für betroffene Gruppen.
 

 

Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat. 

Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.

Pressekontakt:
Dorothee Hildebrandt
Teil des Presseteams End Cement
+49 173 72 39 93 7

Raúl Semmler
Teil des Presseteams End Cement
+49 179 32 91 91 7

Mail: post@end-cement.earth

Pressebegleitung:
Falls Sie Interesse an Hintergrundgesprächen und Interviews haben oder unseren Protest medial begleiten wollen, melden Sie sich gerne unter den angegebenen Pressekontakten. Weitere Infos zum Widerstands-Kollektiv finden sie hier: www.widerstands-kollektiv.org

Alle Infos zur Kampagne End-Cement: end-cement.earth/

 

Impressum (Angaben gemäß §5 TMG): Werner Rambold

Werderstraße 78
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