Karlsruhe, den 13.05.2026, 8 Uhr – Klares Zeichen gegen Reiches Heiz-Horror
Aktive des Widerstands-Kollektivs haben am frühen Mittwoch-Morgen den Event-Cube des Bundesverfassungs-Gerichts auf dem Karlsruher Marktplatz beklettert und dort rote Pyrotechnik gezündet. Zuvor klebten sie Plakate an die Scheiben des Event-Cube, auf denen nun ein Bild mit dem Schriftzug "Klimaschutz ist ein Grundrecht" zu lesen ist. Damit nimmt das Widerstands-Kollektiv Bezug auf den Gesetzesentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz, in dem das verbindliche Ziel der Bundesrepublik zur Klimaneutralität bis 2045 rückgängig gemacht werden soll und der am Mittwoch dem Bundeskabinett vorgelegt wird.

"Dass der Bundesregierung Klimaschutz egal ist, ist schon lange bekannt. Dass aber offen die Verfassung gebrochen wird, hat eine neue Qualität." erklärt Lui Barser, ausgebildete Schreinerin, Sprecherin des Widerstands-Kollektiv Karlsruhe.
Tatsächlich soll dem neuen Gesetzesentwurf zufolge der Betrieb fossiler Heizungen auch nach 2045 erlaubt sein. Damit wäre das bislang formulierte Ziel der Klimaneutralität bis 2045 endgültig aufgegeben.
"Dank dieser Regierung sterben wir alle aus - nur die Gasheizungen nicht", fasst Julius Hamich, Student und selber an der Aktion beteiligt, zusammen.
Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generation gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratische Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
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