Oldenburg, 17.06.2026 – Ehrenamtliche des Widerstands-Kollektiv haben in der Nacht auf den 17. Juni 2026 auf der Straße Küpkersweg am Campus Wechloy der Universität Oldenburg einen Zebrastreifen in Regenbogen-Farben auf die Fahrbahn gemalt.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben Ehrenamtliche des Widerstands-Kollektivs wieder gehandelt: Nach dem Bewegungsmotto "Selber machen" installierten sie den vom Studierendenparlament bereits seit 2024 geforderten Zebrastreifen in Regenbogenfarben an der FußgängerInnen Querung am Küpkersweg am Campus Wechloy.

An dieser Stelle kommt es seit Jahren zu gefährlichen Situationen zwischen schnell heranfahrenden Autos und Menschen, die die Straßen überqueren. Studierende, die aus der Universität strömen, sowie Kinder und Erwachsene, die von der nahegelegenen Kita kommen, sorgen hier für ein großes Aufkommen an Fußgänger:innen. Bislang gab es an dieser unübersichtlichen Strecke weder eine Ampel noch einen Zebrastreifen. Zudem fehlen an der Straße ein Radweg und ein Fußweg.
Seit Jahren bestehen Forderungen einen Zebrastreifen einzurichten, um eine sichere Querung zu ermöglichen. Zuletzt setzte sich das Studierendenparlament der Oldenburger Universität im Juni 2024 für die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs ein.[1][2]

Die 2025 erfolgte Einführung von Tempo 30 auf vielen Straßen Oldenburgs ist zwar zu begrüßen, aber ein zu zaghafter Schritt.[3] Insgesamt ändert die Stadt unter Bürgermeister Krogmann zu wenig an der Dominanz und Bevorzugung von Autos. Der Schutz anderer Menschen, die am Verkehr teilnehmen, bleibt vielerorts weiterhin auf der Strecke.
"Eine echte Verkehrswende sieht anders aus, besonders in einer Stadt, die gerne von sich behauptet Fahrradstadt zu sein" sagt ein Ehrenamtlicher vom Kollektiv.

Selbst ein Vorstoß der Grünen im Stadtrat 2024, einen Zebrastreifen an einer hochfrequentierten Stelle am Bahnhof einzuführen, wurde von der Verwaltung kategorisch abgelehnt. Begründung: Ein Vorrang der FußgängerInnen habe eine "völlige Umkehrung der Verkehrsverhältnisse" zur Folge [5].
Genau das würden aber viele Radfahrende und FußgängerInnen in Oldenburg begrüßen.
"Eine Umkehrung klingt ja fast nach gelungener Verkehrswende, warum möchte Oldenburg genau das nicht?" fragt sich eine Unterstützerin des Projektes.
Da die Stadt kürzlich bereits Regenbogenstreifen in der Oldenburger Innenstadt gemalt hat [4], wollen wir hoffen, dass sie den Zebrastreifen im Küpkersweg ebenso begrüßt, wie die Studierenden am Campus Wechloy.
Solange die Verantwortlichen nicht handeln, werden wir weiterhin die Verkehrswende selber machen.
In diesem Sinne freundliche Grüße vom Presseteam des
Widerstands-Kollektiv
Pressekontakt: Tel. 030 50930 4086 oder
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Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
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Pressebegleitung:
Falls Sie Interesse an Hintergrundgesprächen und Interviews haben oder unseren Protest medial begleiten wollen, melden Sie sich gerne unter den angegebenen Pressekontakten. Weitere Infos zum Widerstands-Kollektiv finden sie hier: www.widerstands-kollektiv.org
[1] https://stupa-oldenburg.de/wp-content/uploads/2024/05/Antrag_-Einrichtung-eines-Fussgaengerueberwegs-zwischen-W3-und-W32.pdf
[2] https://stupa-oldenburg.de/wp-content/uploads/2024/07/Bekanntmachungen_26_06_2024_gekuerzt.pdf
[3] https://www.oldenburger-onlinezeitung.de/oldenburg/tempo-30-auf-hauptstrassen-182843.html
[4] https://www.nwzonline.de/ratgeber/regenbogenstreifen-in-oldenburg-stadt-zeigt-dauerhaft-flagge-fuer-vielfalt_a_4,3,789236487.html
[5] https://www.nwzonline.de/oldenburg/zebrastreifen-in-oldenburg-warum-die-stadt-sie-ablehnt-und-die-gruenen-dafuer-plaedieren_a_4,1,119447607.html#
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