Berlin, 19.06.2026 – Neuer Radweg in Neukölln - und das zum zweiten Mal

Menschen des Berliner Widerstands-Kollektivs haben in Berlin-Neukölln einen dringend benötigten Fahrradweg selbst gemacht - und das zum zweiten Mal. Bereits im März 2025 hatten Ehrenamtliche dort einen Radweg angelegt. Der wurde leider in der Zwischenzeit vom Berliner Senat entfernt, weshalb die sie jetzt wieder mit Farbe, Pinsel und Schablonen angerückt sind und den Radweg erneuert haben.
Die Bürknerstraße ist eine von Fahrradfahrern viel befahrene Straße und Teil des Berliner Radvorrangnetzes - doch ein Fahrradweg fehlt.
„Jeden Tag fahren hier Menschen ohne sicheren Fahrradweg, obwohl der Platz vorhanden ist. Wir wollen nicht warten, bis der nächste schwere Unfall passiert“, sagt eine beteiligte Person.
Mit ihrer Aktion schafft das Widerstands-Kollektiv direkt mehr Raum und Schutz für verletzliche Verkehrsteilnehmende. Radfahrende sind zu oft von tödlichen, vermeidbaren Unfällen betroffen. Jeder 6. Verkehrstote ist Radfahrer*in. Die größte Gefahr stellen hier Autos dar. (1)
Von den Anwohnenden und den zahlreichen vorbeifahrenden Fahrradfahrenden gab es durchweg positive Kommentare und die Freude über den neuen Fahrradweg war groß.

Berlins Fahrradinfrastruktur ist marode. Seit die damalige Verkehrssenatorin Manja Schreiner von der CDU 2023 einen Radwege-Stopp verhängt hat, wurden kaum noch Radwege gebaut. Nur ein Viertel der geplanten Radwege wurde bislang gebaut, bei dem Rest ist unklar, ob sie jemals gebaut werden. (2)
Diese Zustände nehmen die Menschen vom Widerstands-Kollektiv nicht länger hin. "Der Berliner Senat hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie keine Fahrradwege ausbauen werden - sei es aus Geiz, Ignoranz oder Inkompetenz. Deshalb nehmen wir das selbst in die Hand. Schließlich haben wir alle ein Recht darauf, sicher von A nach B zu kommen", so eine weitere beteiligte Person.
(1) https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/unfallstatistik-radfahrer-100.html
(2) https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2025/02/berlin-radwege-16-geplant-vier-gebaut.html
Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
Pressekontakt:
Tel: 030 50930 4086
presse@widerstands-kollektiv.org
Bundesweiter Presseverteiler des Widerstands-Kollektivs: widerstands-kollektiv.org/presseregistrierung
Fotos zu diesen und weiteren Aktionen: photos.widerstands-kollektiv.org
Pressebegleitung:
Falls Sie Interesse an Hintergrundgesprächen und Interviews haben oder unseren Protest medial begleiten wollen, melden Sie sich gerne unter den angegebenen Pressekontakten. Weitere Infos zum Widerstands-Kollektiv finden sie hier: www.widerstands-kollektiv.org
Impressum (Angaben gemäß §5 TMG): Werner Rambold
Werderstraße 78
76137 Karlsruhe
