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Dienstag, 28.07.2026 – Aktion gegen neues Gas-Kraftwerk in Karlsruhe

In der Sitzung des Karlsruher Gemeinderats am Dienstagnachmittag klebte sich Julius Hamich, bekannt durch die Besetzung der Platanen 2023 und 2025, an einem der Tische, an denen die Abgeordneten sitzen, fest. Auf seiner Kleidung ist das Logo des Karlsruher Energie-Konzerns EnBW zu erkennen, darunter ist "Ihr Partner für Zukunftszerstörung" zu lesen. Mit dabei hat er einen Blumenstrauß, mit welchem er sich beim Karlsruher Gemeinderat für den Beschluss zum neuen Gaskraftwerk im Rheinhafen bedankt. Es handelt sich um eine Aktion des Widerstands-Kollektivs. 


Kurz bevor Julius Hamich den Bürgersaal im Rathaus betritt, widmet sich der Gemeinderat dem Beschluss zum neuen Gaskraftwerk im Karlsruher Rheinhafen. Das geplante Gaskraftwerk ist Teil der neuen "Kraftwerksstrategie" der Bundesregierung, die von Expert*innen bundesweit äußerst kritisch gesehen wird. [1]
Das Brisante in Karlsruhe: Selbst die Grünen haben angekündigt, für den Bau des Kraftwerks zu stimmen.

 

 

Julius Hamich erklärt seinen Protest: "Mit dem heutigen Beschluss geht Karlsruhe für die nächsten Jahrzehnte eine fossile Abhängigkeit ein. Wohin fossile Abhängigkeiten führen, zeigen die letzte Hitzewelle wie auch das Unwetter vorletzte Woche. Wie viele Tote brauchen wir denn noch bis wir keine neuen Gaskraftwerke mehr bauen?"

 

Die Kritik der Aktion beschränkt sich aber nicht auf die Auswirkungen auf das Klima. Auch für ihre Menschenrechtsverletzungen stand die EnBW zuletzt immer wieder in der Kritik [2,3]. Zuletzt überbrachten Betroffene aus der Region Louisiana in den USA, woher die EnBW relevante Anteile ihres importieren Flüssig-Gas bezieht, einen offenen Brief an die EnBW [4]: "Die Folgen sind längst im Alltag angekommen: Asthma, Herzkrankheiten, Krebs." schildert Misha Mayeur gegenüber der Kontextwochenzeitung die Folgen für die dortige Bevölkerung. [5]

Im Anschluss an seine Ansprache wurde Julius Hamich mitsamt des Tisches, an den er sich geklebt hatte, vor die Tür gebracht.

 

Weitere Infos zum Widerstands-Kollektiv Karlsruhe sowie zur EnBW unter: enbw.wik.st/
Hochauflösende Fotos zur lizenzfreien Verwendung unter fotos.widerstands-kollektiv.org/


[1] https://www.deutschlandfunk.de/kraftwerksstrategie-neubau-gaskraftwerke-erneuerbare-energie-100.html
[2] https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/menschenrechtsverletzungen-in-der-fracking-lieferkette-deutsche-umwelthilfe-erhebt-beschwerde-bei-e/
[3] https://www.kritischeaktionaere.de/enbw/keine-just-transition-und-menschenrechtsverletzungen-in-der-fracking-lieferkette-unser-gegenantrag/
[4] https://www.klimabuendnis-karlsruhe.de/wp-content/uploads/2026/06/2026_06_22_PRESSE_GreenFaith-und-Betroffene-aus-Louisiana-kritisieren-EnBW.pdf
[5] https://www.kontextwochenzeitung.de/wirtschaft/797/deutschlands-gas-louisianas-risiko-10980.html

 

Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat. 

Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.

Pressekontakt:
Tel: 030 50930 4086
presse@widerstands-kollektiv.org
Bundesweiter Presseverteiler des Widerstands-Kollektivs: widerstands-kollektiv.org/presseregistrierung
Fotos zu diesen und weiteren Aktionen: photos.widerstands-kollektiv.org

Pressebegleitung:
Falls Sie Interesse an Hintergrundgesprächen und Interviews haben oder unseren Protest medial begleiten wollen, melden Sie sich gerne unter den angegebenen Pressekontakten. Weitere Infos zum Widerstands-Kollektiv finden sie hier: www.widerstands-kollektiv.org

 

Impressum (Angaben gemäß §5 TMG): Werner Rambold

Werderstraße 78
76137 Karlsruhe