Mannheim, 02.08.2026 – Aktion gegen Hitze in Mannheim
Gegen 16:15 haben heute mehrere Umweltschützer*innen das Springbrunnen-Becken des Wasserturms in Mannheim im Rahmen einer Kunstaktion betreten. Als „Stabsstelle für Tourism & Hotness“ der Stadt Mannheim 2030 verkleidet hielten sie ein neun mal zwei Meter großes Banner hoch mit der Aufschrift: „Stadtmarketing Mannheim 2030: Die heißeste Stadt der Welt“ und einen Hinweis auf die Aktionswebseite „visit-mannheim.net“. Zuvor hatten Sie das Becken mit einer unbedenklichen Farbe zeitweilig grün gefärbt.

Mit ihrer Aktion fordern die Umweltschützer*innen in überspitzter Art eine konsequent ehrliche Haltung und Anerkennung der Realität von der Stadt Mannheim.
Da die Stadt Mannheim kürzlich die eindeutige Klimaneutralität bis 2030 aufgegeben hatte (der Mannheimer Morgen berichtete), wollen die Umweltschützer*innen, dass man zu den von Ihnen vermuteten eigentlichen Motivationen dahinter stehe:
„Daher haben wir heute den Brunnen des Wasserturms grün gefärbt, um auf kippende Gewässer aufmerksam zu machen, die bei der Umsetzung des Ziels [Mannheim bis 2030 zur heißesten Stadt der Welt zu machen] helfen. Denn mehr Hitze heißt mehr Sexiness und mehr Touristen“, heißt es auf Ihrem Flyer.
In ihm erwähnten sie außerdem satirisch die überbordende Autofreundlichkeit Mannheims, den hohen Versiegelungsgrad und den hohen Baumverlust der Stadt.
Hochauflösende Fotos zur lizenzfreien Verwendung unter fotos.widerstands-kollektiv.org
Presse-Info
Pressekontakt:
Raúl Semmler
Telefon 0179 / 32 91 91 7 (erreichbar am 02.08. erst wieder ab ca 17/18 Uhr)
bundesweit:
030 50930 4086
presse@widerstands-kollektiv.org
Bundesweiter Presseverteiler des Widerstands-Kollektivs: widerstands-kollektiv.org/presseregistrierung
Mannheimer Presseverteiler des Widerstands-Kollektivs: Bitte schreiben Sie für die Aufnahme in den Verteiler eine kurze Mail an rhein-neckar@widerstands-kollektiv.org
Pressebegleitung:
Falls Sie Interesse an Hintergrundgesprächen und Interviews haben oder unseren Protest medial begleiten wollen, melden Sie sich gerne unter den angegebenen Pressekontakten.
Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generation gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht weiterhin die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes. Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratische Krise. Sie versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selbst umsetzen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder der ÖPNV kostenlos gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen werden Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stilllegung klimaschädlicher Anlagen.
Weitere Infos zum Widerstands-Kollektiv finden sie hier: www.widerstands-kollektiv.org
Impressum (Angaben gemäß §5 TMG): Werner Rambold
Werderstraße 78
76137 Karlsruhe
