Hamburg, 24.08.2026 – "Euer Luxus - unsere Klimahölle"
Am Montag Nachmittag haben engagierte Menschen im Westfieldcenter in der Vorhalle des Kreuzfahrtterminals protestiert. Mit Schildern, die sie hoch hielten und an die Scheiben klebten, machten sie auf den Zusammenhang zwischen dieser enorm klimaschädlichen Form des Reisens (1)(2) und den Hitzetoten, in Folge der Klimakrise deutlich: „Euer Luxus-unsere Klimahölle“, „Kreuzfahrt tötet“ u.a. war dort zu lesen. Die abfahrbereiten Passagiere wurden auch durch Redebeitrage damit konfrontiert, was Kreuzfahrten anrichten.

„Was muss eigentlich noch passieren, damit der überflüssige Luxus, der unsere Erde verbrennt aufhört?“ fragt Noah (19J.), einer der Protestierenden und ergänzt: „Es ist einfach unverantwortlich mit Kreuzfahrten weiter Öl ins Feuer der Klimakatastrophe zu schütten. Neben den fatalen Folgen für das Klima, belasten Kreuzfahrten Anwohnende auch durch Feinstaub und Übertourismus.“
Dieser Sommer war wieder geprägt von Hitzerekorden, Waldbränden und ausgetrockneten Flüssen. (3). Es wird jedes Jahr schlimmer und das ist erst der Anfang. Immer mehr Menschen kostet die Hitze das Leben (4).

Katja Schreiner, ebenfalls am Protest beteiligt, sagt dazu: „Selbst in Norddeutschland haben Menschen zeitweilig unter Hitze-Phasen gelitten. In den Gebieten nahe des Äquators und auch in Südeuropa sind die Folgen der Erderhitzung immer katastrophischer. Kreuzfahrten tragen dafür Mitverantwortung. Es gibt zwar Unterschiede wie schädlich die verschiedenen Schiffe für das Klima sind, aber es ist grundsätzlich eine extrem klimazerstörende Art des Reisens, die wir uns definitiv nicht mehr leisten können.“
(1) https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/kreuzfahrten-schiffe-umweltbelastungen-100.html
(2) https://www.abendblatt.de/ratgeber-wissen/reise/article408828215/aida-kreuzfahrt-umwelt-co2.html
(3) https://www.tagesschau.de/inland/hitze-trockenheit-waldbraende-klimaschutz-100.html
(4) https://taz.de/14000-Hitzetote--vielleicht-auch-ein-paar-Tausend-mehr/!6205754/
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Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
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