Oldenburg, 25.08.2026 – Repressive Ermittlungsmaßnahmen gegen Mutter von 4 Kindern nach Aktionen für kostenfreien Nahverkehr
Am Montagmorgen fand bei Eika Jacob, Mutter von 4 Kindern, eine Hausdurchsuchung statt. Während die Kinder sich auf den Weg zur Schule machen wollten, drangen neun bewaffnete Beamte in das Haus ein. Hintergrund war eine Aktion des Widerstands-Kollektivs, bei der mit Plakaten an Bahnhöfen in ganz Deutschland für kostenlosen ÖPNV geworben wurde [1].
Wie bundesweit berichtet wurde, tauchten Anfang März an vielen Bahnhöfen im ganzen Bundesgebiet mysteriöse Plakate im DB-Design auf. Dort las sich die bestechend einfache Nachricht: Busse und Bahnen werden ab März in ganz Deutschland kostenfrei. Die Deutsche Bahn dementierte, unter anderem mit einem prominenten Banner in der App "DB Navigator". Als Urheberin der Aktion bekannte sich das Widerstands-Kollektiv, sonst bekannt für selbstgemalte Zebrastreifen oder einen Stilllegungsversuch am Privatflugzeug von Bundeskanzler Friedrich Merz. [2,3]
Im Nachgang dieser Aktion kamen am frühen Montagmorgen mehrere Beamte des Staatsschutzes in die Wohnung der Aktivistin Eika Jacob (44), in der sich gerade die Kinder für die Schule fertig machten und übergaben einen Durchsuchungsbeschluss vom AG Oldenburg, in dem ihr vorgeworfen wurde, mittels Tesafilm Plakate an Glaswände im Hauptbahnhof angebracht zu haben. 9 Beamte, mit Schusswaffen waren zur Hausdurchsuchung angetreten. Selbst die Kinderzimmer ihrer vier Kinder wurden nicht verschont.
Gesucht wurde unter anderem eine Drucker-Presse, mit der die Plakate hergestellt worden sein sollen. Fündig wurden die Beamten allerdings nicht.
"Wie kann es sein, dass wir Autobahnen selbstverständlich kostenlos nutzen, aber bei Bus und Bahn soll das plötzlich unmöglich sein?" fragt Eika. Hausdurchsuchungen werden immer mehr als Repression des Staates genutzt um Menschen einzuschüchtern. Besonders im Linken und Klimaaktivismus wird dieses Mittel oft aus nichtigen Gründen angewandt und dient lediglich der Einschüchterung. Von der Hausdurchsuchung lässt sie sich aber keine Angst machen: "Selbst wenn wir alle ohne Ticket fahren würden, würde das keinen einzigen Zug daran hindern, weiterzufahren. Die Forderung nach einem kostenlosen Nahverkehr bleibt richtig: Das wäre gut fürs Klima und sozial gerecht!"
[1] https://www.tag24.de/thema/deutsche-bahn/endlich-kostenlos-bahnfahren-widerstands-kollektiv-bekennt-sich-zu-fake-plakat-3476654
[2] https://www.mopo.de/hamburg/guerilla-aktion-erneut-widerstands-zebrastreifen-in-hamburg-aufgetaucht/145170
[3] https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/klimaprotest-polizei-vereitelt-farbattacke-auf-merz-flieger,V92vH4p
Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
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