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Dresden, 04.09.2026 – Zebrastreifen auf Charlottenstraße/Höhe Angelikastraße aufgetaucht

In der Nacht vom 03. auf dem 04. September haben Ehrenamtliche des Widerstands-Kollektivs mit einer Malaktion einer fünfjährigen Forderung nach mehr Rücksicht auf vulnerable Personengruppen Nachdruck verliehen. Die Aktion soll auf ein Problem aufmerksam machen, das Anwohnerinnen und Anwohner seit Jahren beschäftigt: fehlende sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger, insbesondere für Kinder.

Die Charlottenstraße ist ein wichtiger Weg für Familien im Waldschlößchenviertel. In der Umgebung befinden sich mit der 19. Grundschule am Jägerpark sowie der Kindertagesstätte „An der Dresdner Heide“ wichtige Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Viele Kinder und Eltern sind hier täglich unterwegs.

Bereits im Jahr 2021 befasste sich der Stadtbezirksbeirat Neustadt mit einer Liste möglicher Standorte für Zebrastreifen. Darin wurden sogar konkret zwei Querungsmöglichkeiten auf der Charlottenstraße vorgeschlagen. Einer davon auf Höhe der Angelikastraße. Ziel der damaligen Initiative war es, Wege für Kinder sicherer zu machen und ihre selbstständige Mobilität zu fördern. [1]

 

 

„Nach fünf Jahren gibt es immer noch keine Lösung. Gerade bei Schul- und Kitawegen darf es nicht zu langwierigen, erfolglosen Prüfverfahren kommen. Die Verkehrsinsel ist durch die lange Gerade sehr gut einsehbar und eignet sich bestens für einen Zebrastreifen. Deshalb haben wir ihn nun selbst gemacht.“, so die Gruppe.

 

 

 

 

Eine Person ergänzt: „Wir können nicht nachvollziehen, warum die Verwaltung besonders vulnerablen Verkehrsteilnehmenden mehr Sicherheit im Straßenverkehr verwehrt. In Zeiten von mehr und größeren Autos denn je, braucht es eine Verkehrsberuhigung. Da die Stadt ihrer Verantwortung nicht nachkommt, nehmen wir die soziale und ökologische Verkehrswende selbst in die Hand und laden alle anderen dazu ein, dies ebenfalls zu tun.“

Das Kollektiv zeigt damit ein strukturelles Problem der Dresdner Verkehrspolitik auf: Zwischen dem Erkennen einer Gefahrenstelle und der tatsächlichen Umsetzung von Maßnahmen vergehen häufig viel zu lange Zeiträume. Während Verfahren geprüft, Zuständigkeiten geklärt und Prioritäten neu sortiert werden, müssen Kinder, Familien und ältere Menschen täglich mit den bestehenden Risiken leben.

Freundliche Grüße vom Presse-Team des Widerstandskollektivs Dresden.

[1] https://www.neustadt-ticker.de/167394/aktuell/zebrastreifen-gefordert

weitere Fotos: fotos.widerstands-kollektiv.org/

 

Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeitsbewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolgeprojekte der Letzten Generaton gegründet hat. 

Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. 

Pressekontakt:
Tel: 030 50930 4086
presse@widerstands-kollektiv.org
Bundesweiter Presseverteiler des Widerstands-Kollektivs: widerstands-kollektiv.org/presseregistrierung
Fotos zu diesen und weiteren Aktionen: fotos.widerstands-kollektiv.org

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Falls Sie Interesse an Hintergrundgesprächen und Interviews haben oder unseren Protest medial begleiten wollen, melden Sie sich gerne unter den angegebenen Pressekontakten. Weitere Infos zum Widerstands-Kollektiv finden sie hier: www.widerstands-kollektiv.org

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