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Karlsruhe, 15.09.2026 – Gefärbtes Trinkwasser bei ironischer Aktion gegen Fracking-Gas verteilt

Bürger*innen, die am Dienstag Abend zur Infoveranstaltung zum Bau des neuen Gas-Kraftwerks über den Marktplatz gingen, wurden mit einem seltsamen Anblick konfrontiert: Mitarbeitende der EnBW bieten ihnen die Wahl zwischen glasklarem Karlsruher Trinkwasser und braun gefärbtem Wasser. Es handelt sich um eine Aktion des Widerstands-Kollektivs.

 

 

 

“Dort, wo Fracking-Gas aus dem Boden geholt wird, zerstört genau dieses Umwelt und Landschaft nahezu vollständig. Tiere sterben, Erdbeben werden ausgelöst und: Das Trinkwasser kann sich verfärben oder sogar entzünden.” erklärt Lisa E., die selber an der Aktion beteiligt ist.
Bestätigt wird das vermehrt von Berichten aus den USA, aus denen die EnBW als einer der größten Abnehmer dreckiges Fracking-Gas nach Deutschland importiert. [1,2,3]

 

 

 

 

 

Neben dem gefärbten Wasser werden zudem Dankes-Karten für den Karlsruher Gemeinderat verteilt: “Karlsruhe bleibt Gas-Stadt” heißt es unter anderem auf den Karten im EnBW-Design. Bereits zuvor war es zu Protesten gekommen gegen die Entscheidung der Stadt, ein neues Gas-Kraftwerk im Rheinhafen zu errichten.

 

„Ein neues Gas-Kraftwerk in Karlsruhe ist nicht nur verantwortungslos in Zeiten von Hitzesommern und Waldbränden sondern auch unnötig für die Sicherung unserer Stromversorgung!“, erklärt Moritz Borcherding, Mitglied des Widerstands-Kollektivs.

Tatsächlich handelt es sich bei den Planungen für das neue Gas-Kraftwerk im Rheinhafen um ein sogenanntes Mittellastkraftwerk. Ein solches wird nicht nur für wenige Lastspitzen im Jahr verwendet, sondern läuft und emittiert regelmäßig. [4,5]

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Infos zum Widerstands-Kollektiv Karlsruhe sowie zur EnBW unter: enbw.wik.st/
Hochauflösende Fotos zur lizenzfreien Verwendung unter: fotos.widerstands-kollektiv.org/

[1] https://www.focus.de/finanzen/news/fracking-opfer-in-den-usa-das-leitungswasser-taugt-nur-noch-zum-klospuelen_id_2622006.html
[2] https://www.enbw.com/investors/news-and-publications/enbw-venture-global-lng.html
[3] https://taz.de/LNG-Boom-in-den-USA/!5975624/
[4] https://www.karlsruhe.de/bpl/vbb-rdk9
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Mittellast

 

Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat. 

Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.

Pressekontakt:
Tel: 030 50930 4086
presse@widerstands-kollektiv.org
Bundesweiter Presseverteiler des Widerstands-Kollektivs: widerstands-kollektiv.org/presseregistrierung
Fotos zu diesen und weiteren Aktionen: photos.widerstands-kollektiv.org

Pressebegleitung:
Falls Sie Interesse an Hintergrundgesprächen und Interviews haben oder unseren Protest medial begleiten wollen, melden Sie sich gerne unter den angegebenen Pressekontakten. Weitere Infos zum Widerstands-Kollektiv finden sie hier: www.widerstands-kollektiv.org

Impressum (Angaben gemäß §5 TMG): Werner Rambold

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