Hamburg, 29.09.2026 – letzte Nacht haben Engagierte des Widerstands-Kollektivs gehandelt: Ein schon längst benötigter Radfahrstreifen wurde in der Lagerstraße, Richtung Messehallen, selbst aufgemalt.

“Warum hörte der Fahrradweg hier einfach auf? Dafür gab es keinen Grund, deswegen haben wir ihn ergänzt. Es gibt so viele Menschen, die denken, da könne man leider nichts machen, aber wir können alle etwas tun.” sagt Lotta, eine Ehrenamtliche vom Widerstands-Kollektiv und ergänzt: „In Zeiten einer eskalierenden Klimakrise muss die soziale und ökologische Verkehrswende umgesetzt werden. Im Zweifelsfall nehmen wir den Pinsel eben selbst in die Hand.“
Mit ihrer Aktion schafft das Widerstands-Kollektiv direkt mehr Raum und Schutz für verletzliche Verkehrsteilnehmende. Radfahrende sind oft von tödlichen, vermeidbaren Unfällen betroffen. Die größte Gefahr stellen Autos dar (1). Hier könnten gut abgegrenzte Radwege und ein Tempolimit schützen. In Deutschland aber ist die Anzahl der getöteten Fahrradfahrenden sogar gestiegen (2).
Gemäß der StVO sollen Radfahrende auf der Straße fahren. Als Selbsthilfemaßnahme wurden schon in einigen Städten Fahrradwege selbst aufgemalt (3) (4) (5).

„Städte wie Amsterdam und Kopenhagen machen es vor: Mehr Platz für Fahrräder und weniger für Auto’s, das ist nicht nur gut für das Klima, sondern erhöht die Lebensqualität für alle.“ sagt Johann (Pflegefachmann) vom Widerstands-Kollektiv: „ In Hamburg werden viel zu viele Menschen im Straßenverkehr verletzt und getötet; besonders Kinder und Fahrradfahrende sind betroffen. Dazu kommt noch die indirekte Gesundheitsgefährdung durch Abgase und Feinstaub, verursacht vom massiven Automobilverkehr.”
Weitere Aktionen werden folgen, für ein verkehrsberuhigtes Schanzenviertel und für eine soziale und ökologische Verkehrswende in der ganzen Stadt. So unterstützt das Widerstandskollektiv den Senat bei der Umsetzung des Zukunftsentscheids.
In diesem Sinne freundliche Grüße vom Presseteam des Widerstands-Kollektiv
(1) https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/unfallstatistik-radfahrer-100.html
(2) https://taz.de/Fahrrad-Unfallstatistik/!6174301/
(3): https://www.youtube.com/shorts/oDmqP6cOhEg
(4): https://www.wuppertaler-rundschau.de/lokales/aktivisten-legen-in-wuppertal-eigenstaendig-radweg-an_aid-126968851
(5): https://www.die-neue-welle.de/hochbeet-blockiert-autos-verkehrsprotest-in-karlsruhe-1385539/
Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generation gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
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