Hamburg, 29.09.2026 – Widerstands-Kollektiv baut sichere Schulwege für Alle
In der Nacht vom 29.09. auf den 30.09 ist wieder ein Zebrastreifen aufgetaucht. Diesmal im Grindelviertel. Aktivist*innen vom Widerstandskollektiv stellen so sicher, dass Fußgänger*innen wieder die Straße sicher überqueren können. Auf der Straße hatte es bereits einen offiziellen Zebrastreifen gegeben, den die Stadt wieder entfernen ließ.

“Es braucht dringend sichere Fußwege, insbesondere für Kindergarten- und Schulkinder, aber auch für Student*innen”, sagt ein Aktivist aus dem Widerstandskollektiv, “Der Weg zur ersten Stunde darf nicht zum Risiko für werden”.
Aktuell setzten sich Kinder jedoch genau einem solchen Risiko aus. Laut dem Statistischen Bundesamt wurde alle 18 Minuten ein Kind im Straßenverkehr verletzt oder getötet. Besonders alarmierende: die häufigste Zeit von Unfällen war zwischen 7 Uhr und 8 Uhr und nachmittags zwischen 13 Uhr und 17 Uhr. Die meisten Kinder sind hier auf dem Weg zur Schule, bzw. auf dem Weg nach Hause.
Doch anstatt Abhilfemaßnahme zu unternehmen, entfernte die Stadt den Zebrastreifen in der Vergangenheit immer wider.
“Hamburg sollte endlich anfangen wirklich sichere Schulwege zu planen und das Ziel von 0 Verkehrstoten realistisch angehen!” So ein Aktivist, “Ein Zebrastreifen ist dabei ein erster Schritt hin zu mehr Verkehrssicherheit für Kinder und Fußgänger*innen. Gerade in Hamburg, wo die Zahl der Schulwegunfälle 2025 um 40% gestiegen ist. (NDR).”
Mit dem selbst gemalten Zebrastreifen schaffen die Aktivist*innen es, Kindern eine sichere Straßenüberquerung möglich zu machen. Gleichzeitig werden Autofahrende so dazu angehalten langsam und besonders achtsam zu fahren.
Aber nicht nur Kinder profitieren von der Aktion. Auch Fußgänger*innen können sich sich sicher fühlen. Auch sie sind im Straßenverkehr vielen Autos ausgesetzt und werden durch zu schnelle und unachtsame fahrende Autos massiv gefährdet.
In der Vergangenheit hat das Ordnungsamt einen selbst gemalten Zebrastreifen in der Wrangelstraße immer wider entfernt. Der Ort des neuen Zebrastreifens, wird deswegen nicht genauer beschrieben.

Die Aktivist*innen hoffen, dass ihre Selbsthilfemaßnahme von der Stadt angenommen wird und diesmal an Ort und Stelle bleiben kann. “Wir wollen wir nicht gegen die Stadt arbeiten, sondern für einen sicheren Straßenverkehr. Und Hamburg dabei helfen den Zukunftsentscheid umzusetzen, die sich die Bevölkerung wünscht” schließt ein Aktivist ab.
Freundliche Grüße vom Presseteam des Widerstandskollektivs
Quellenverzeichnis
Statistisches Bundesamt:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/08/PD26_N055_46241.html
NDR:
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/unfallstatistik-2025-zahl-der-verkehrstoten-in-hamburg-fast-halbiert,unfallstatistik-106.html
Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generation gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
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