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Zeuthen, 04.10.26 – Seestraße sanieren – alte Bäume integrieren

Ehrenamtliche vom Widerstands-Kollektiv haben am Sonntagnachmittag in Zeuthen ein offenes Klettertraining durchgeführt und dann einen Banner über die Seestraße gespannt. Sie protestieren damit gegen die geplante Abholzung von 244 hochgewachsenen Alleebäumen und fordern eine zeitgemäße Sanierung der Straße, bei der die Bäume integriert werden.

244 bis zu 80 Jahre alte und stattlich gewachsene Bäume sollen in Zeuthen der Sanierung einer Straße geopfert werden, wenn es nach einem zehn Jahre alten Beschluss der damaligen Gemeindevertretung geht. Eine Sanierung kann auch mit dem Erhalt der Straßenbäume erfolgen – das zeigen bereits abgeschlossene Sanierungsvorhaben anderer Teile der Landesstraße L401. Auch die Sanierungsbegründung „es sei nur Tempo 30 möglich“ zeigt, aus welcher Zeit die Planungen stammen: aus einer autozentrierten Vergangenheit, die schon lange überholt ist.

 

 

„Auch wenn ein Gericht entscheidet, dass die Abholzung der Bäume rechtens sein sollte, dann bleibt es doch aus heutiger Perspektive falsch!“, sagt Johanna vom Widerstands-Kollektiv, die heute an der Banneraktion beteiligt ist. „Es war schon im Jahr 2016 fragwürdig, für die Sanierung einer Straße hunderte alter Bäume zu opfern. Aber heute spüren wirklich alle, wie wichtig Bäume für das lokale Mikroklima sind! Deshalb brauchen wir eine neue Planung, bei der die Bäume erhalten bleiben.“

 

 

 

Und der Protest von lokalen Initiativen und dem Widerstands-Kollektiv wirkt: dem NABU RV Dahmeland e. V. wurde versichert, dass die Fällung bis auf weiteres ausgesetzt ist. Das vor 1,5 Wochen zum ersten mal spannte Banner hängt nun erneut hoch oben zwischen zwei 80 Jahre alten Linden quer über der Seestraße in Zeuthen und macht den Protest damit von weitem sichtbar. Es beschreibt, was mitten in einer eskalierenden Klimakatastrophe eigentlich selbstverständlich sein sollte: Die Seestraße sanieren — alte Bäume integrieren.
Die Öffentlichkeit und Expert*innen sind sich einig: Die Süddeutsche Zeitung nennt es schlicht „das Baummassaker“. Auch die BZ, sonst weder für Naturschutz noch für Berichterstattung darüber bekannt, spricht vom „Tod dieser schönen Allee“. NABU und AlleenForum Sachsen e.V. fordern eine baumerhaltende Sanierung und statt eines autozentrierten Straßenbaus eine auf die Zukunft ausgerichtete Verkehrspolitik.

 

 

„Wir sind zuversichtlich, dass eine Sanierung der Straße, bei der die Bäume erhalten bleiben möglich ist und auch so passieren wird.“, sagt Anton vom Widerstands-Kollektiv. Mit einem Zwinkern fügt er hinzu: „Wir sind gerne auch bereit uns hier weiter und auch über ein Banner hinaus zu engagieren!“

 

 

 

 

In diesem Sinne freundliche Grüße vom Presseteam des Widerstands-Kollektivs. 

Pressekontakt: Tel. 030 50930 4086
presse@widerstands-kollektiv.org


[SZ] www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/zeuthen-baeume-klimakrise-hitze-e285179/ 
[BZ] www.bz-berlin.de/brandenburg/gericht-erlaubt-tod-dieser-schoenen-allee 
 

 

Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generation gegründet hat. 

Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.

Pressekontakt:
Tel: 030 50930 4086
presse@widerstands-kollektiv.org
Bundesweiter Presseverteiler des Widerstands-Kollektivs: widerstands-kollektiv.org/presseregistrierung
Fotos zu diesen und weiteren Aktionen: photos.widerstands-kollektiv.org

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Falls Sie Interesse an Hintergrundgesprächen und Interviews haben oder unseren Protest medial begleiten wollen, melden Sie sich gerne unter den angegebenen Pressekontakten. Weitere Infos zum Widerstands-Kollektiv finden sie hier: www.widerstands-kollektiv.org

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