Bremen Schwachhausen, 21.05.2025 03:00 Uhr – friedlich SUVs stillgelegt
Engagierte Mitbürger*innen haben mit dem Widerstands-Kollektiv friedlich SUVs stillgelegt
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben Ehrenamtliche des Widerstands-Kollektivs gehandelt: Sie ließen mittels kleinen Linsen, die sie in die Autoventile steckten, die Luft aus Reifen an sehr großen Automodellen des Typs SUV (Sport Utility Vehicle). Sie hinterließen deutlich sichtbare Informationszettel (1) und Sticker, in denen sie die Aktion erklärten und deutlich machten, dass sie Luft aus einem der Reifen gelassen hatten. Außerdem entzogen sie den Autos symbolisch die Fahrerlaubnis, indem sie die Kennzeichen mit pinker Farbe übersprühten.
Die Modelle des Typs SUV sind für den städtischen Raum aus mehreren Gründen schädlich. Sie sind für die Straßenlage vollkommen übermotorisiert und stoßen damit viel zu viele Schadstoffe aus. Sie sind zu schwer. Damit stellen sie durch stärkeren Reifenabrieb eine Feinstaubbelastung und damit eine Gesundheitsbelastung dar. Sie sind durch ihre hohe Motorhaube gefährlich für Radfahrende und FußgängerInnen – besonders Kinder. Durch ihre schiere Größe nehmen sie außerdem den Menschen im urbanen Raum unnötig Platz weg, was besonders in Bremen mit seinen engen Straßen zunehmend zum Problem wird. „BürgerInnen fangen bereits an, sich dagegen zu wehren. Es fehlt an Radwegen, Parkverbotszonen und passierbaren Fußwegen. Die Stadt Bremen muss sich der Thematik stellen und nicht einfach nur noch mehr Parkplätze schaffen. Dass diese Autos auch noch steuerlich begünstigt sind ist eine Ungerechtigkeit, die wir benennen wollen“ sagt eine Ehrenamtliche vom Widerstands-Kollektiv (2).
Wir müssen in einer Welt mit eskalierender Klimakrise auch in Bremen notwendige Maßnahmen umsetzen. Ein Schritt ist es, den Individualverkehr einzuschränken. Dafür brauchen wir mehr ÖPNV und die Stadt muss Raum für Menschen statt für Blechkisten anbieten. Wir brauchen eine Verkehrswende. Da eine angeblich radfreundliche Stadt wie Bremen es nicht schafft diese notwendigen Maßnahmen politisch durchzusetzen (3)(4), machen wir es vom Widerstands-Kollektiv jetzt selber.
In diesem Sinne freundliche Grüße vom Presseteam des Widerstands-Kollektiv
Pressekontakt: Tel. 030 50930 4086 oder bremen@widerstands-kollektiv.org
presse@widerstands-kollektiv.org
1: https://widerstands-kollektiv.org/sites/default/files/2025-03/STILLGELEGT-Text.pdf
2: https://www.linksfraktion-bremen.de/buergerschaft/parlamentarische-initiativen/anfragen/detail-neu/der-trend-zu-besonders-grossen-pkw-haelt-an-welche-herausforderungen-sieht-der-senat-und-wie-will-er-auf-diese-reagieren/
3: https://www.rathaus.bremen.de/sixcms/media.php/13/top%203_20210330_SUV_und_Gelaendewagen_im_Strassenverkehr.pdf
4: https://www.rathaus.bremen.de/sixcms/media.php/13/top%2052_20240528_Trend_SUV.pdf
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Das Widerstands-Kollektv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder der ÖPNV kostenlos gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen werden Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
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