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Berlin, 26.05.2025, 16 Uhr – Start der Fahrradwegkampagne

Zum Start der Fahrradwegkampagne des Widerstandskollektivs haben engagierte Mitbürger:innen heute einen neuen Fahrradweg in der Senefelderstraße angelegt. Die Senefelderstraße in Prenzlauer Berg ist Teil einer Strecke des Berliner Radvorrangnetzes zwischen Mitte und Pankow. Sie war bereits teilweise verkehrsberuhigt, doch nun können Radfahrende sicher den gesamten Helmholzkiez durchqueren.

 

„Familien mit Kindern, und auch deren Großeltern fahren täglich durch den Kiez um zur Kita und zur Schule zu kommen, zum Arzt oder zum Bäcker. Doch noch immer sind die Straßen für den Autoverkehr zugeschnitten, wodurch es oft zu gefährlichen Situationen kommt. Der rot-schwarze Senat hat „Verkehrssicherheit für alle“ propagiert, am Ende heißt das aber nur schnelle Reparatur von Autobahnen. Wichtige Maßnahmen wie Tempo 30 oder gute Fuß- und Radwege werden ignoriert, teilweise sogar zurückgebaut oder aktiv verhindert“, erklärt Thomas (37), bevor er beginnt, den Fahrradweg anzulegen. Er fahre selbst täglich mit dem Fahrrad durch Berlin und sei dort oft mit der Rücksichtslosigkeit von Autofahrenden konfrontiert. 

Berlins Fahrradinfrastruktur ist marode. Seit die damalige Verkehrssenatorin Manja Schreiner von der CDU 2023 einen Radwege-Stopp verhängt hat, wurden kaum noch Radwege gebaut. Nur ein Viertel der geplanten Radwege wurde bislang gebaut, bei dem Rest ist unklar, ob sie jemals gebaut werden. (1)

Die neue Verkehrssenatorin Ute Bonde arbeitet sogar aktiv gegen mehr Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr und stoppte die Finanzierung von Kiezblocks, die bereits eine Finanzierungszusage hatten und teilweise schon kurz vor der Umsetzung standen. (2)

„Ein solch rückschrittliches Verhalten der Politik bedeutet, dass wir nun wieder in der Verantwortung stehen unsere Räume sicher zu gestalten“, findet Anja, neu beim Widerstandskollektiv nach dem abrupten Stopp der Kiezblockfinanzierung durch die CDU.

 

Das Widerstands-Kollektv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat. 

Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder der ÖPNV kostenlos gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen werden Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.

Pressekontakt:
Tel: 030 50930 4086
presse@widerstands-kollektiv.org
Bundesweiter Presseverteiler des Widerstands-Kollektivs: widerstands-kollektiv.org/presseregistrierung
weitere Fotos zur Aktion finden Sie im Verlauf des Tages hier: photos.widerstands-kollektiv.org

Pressebegleitung:
Falls Sie Interesse an Hintergrundgesprächen und Interviews haben oder unseren Protest medial begleiten wollen, melden Sie sich gerne unter den angegebenen Pressekontakten. Weitere Infos zum Widerstands-Kollektv finden sie hier: www.widerstands-kollektiv.org