Bremen Osterdeich, 30.05.2025, 08:30 – Zebrasteifen am Osterdeich selbstgemacht
Am Freitag den 30.05.2025 gegen 8:30 Uhr legten Mitglieder des Widerstands-Kollektivs einen Zebrastreifen in der Straße Osterdeich Höhe Deichstraße an einer Querungshilfe an.
„Wir möchten ein gutes Leben für alle“, so Simon (25) vom Kollektiv: „Hierzu gehört eine lebenswerte Stadt, die für alle Menschen statt nur für Autos gebaut wird.“
Die Stelle am Osterdeich, an einer sogenannten Überquerungshilfe, ist immer wieder von Autos schlicht überfahren worden (1). Eine Ampel in der Nähe wurde sogar abgebaut.
„Es kann nicht sein, dass Menschen ihr Leben riskieren müssen, wenn sie von einer Seite der Straße auf die andere möchten.“ sagt Eika (42), ebenfalls Ehrenamtliche im Widerstands-Kollektiv.
In Bremen scheint es widersprüchlich zu sein, wo Zebrastreifen und damit sichere Wege über die Straße überhaupt erlaubt sind. Selbst an Orten, an denen der Bedarf bereits seit Jahren bestätigt ist, passiert nicht das Notwendige. (2)(3)
Dabei sind Zebrastreifen eine kostengünstige und nachweislich sichere Methode für FußgängerInnen und Radfahren eine Straße zu überqueren. Der Mythos, dass Zebrastreifen eine „falsche Sicherheit“ suggerierten ist widerlegt, hält sich im Bremer Senat aber anscheinend hartnäckig. (4)
“Es muss langsam wirklich Schluss sein mit der Dominanz von Autos über Menschen auf den Straßen”, so Simon weiter: “Wir leben in Zeiten, in denen Menschen unter dem Verkehr leiden, der mit Lärm, Luftverschmutzung und Gefahren für Menschenleben einhergeht. Der Raum in der Stadt Bremen ist so beengt, dass wir uns wirklich die Frage stellen müssen, für wen die Stadt da sein soll.”
Während der Aktion wurden Flyer verteilt, die zu einem Vortrag mit Fragerunde vom Widerstands-Kollektiv am Dienstag den 03.06.2025 um 17.00 Uhr im Leibnizplatzpark (Neustadt) einladen.
Das Anlegen eines Zebrastreifens ist bereits die dritte Aktion des Widerstands-Kollektivs in Bremen (Pressemitteilungen für die vorherigen Aktionen wurden verschickt).
Auch in Hamburg wurden Zebrastreifen durch das Widerstands-Kollektiv schon bereitgestellt. (5)
Das Widerstands-Kollektiv Bremen macht im Rahmen einer Kampagne „Stadt für Alle!“ die sozialökologische Verkehrswende jetzt selber. In Zeiten einer eskalierenden Klimakatastrophe muss Bremen Maßnahmen ergreifen um die Stadt resilient zu gestalten und CO2 zu reduzieren.
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Freundliche Grüße vom Presse-Team des Widerstands-Kollektivs
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Quellen zum Text:
(1): https://www.weser-kurier.de/bremen/inseln-und-zebrastreifen-auch-in-bremen-geht-es-nichtohne-hilfe-doc7ujcaksowu8htrhvfh6
(2): https://www.bremenize.com/zebrastreifen-keine-chance-in-bremen/#_ftnref15
(3): https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteil-obervieland/bremen-arsten-weil-eine-kurvegefaehrlich-ist-soll-eine-ampel-helfen-doc7u512aikrgw1g4ucsmmh
(4): https://www.udv.de/udv/presse/zebrastreifen-sind-sicher-78280
(5): https://taz.de/Sprecherin-ueber-Zebrastreifen-Aktion/!6082825/
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Das Widerstands-Kollektv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder der ÖPNV kostenlos gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen werden Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
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