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Berlin, 01.06.2025, 03:00  – Fahrradweg in der Stargardtstraße fertiggestellt 

In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben Ehrenamtliche des Widerstands-Kollektivs erneut einen Fahrradweg angelegt. Diesmal wurde der in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag vom Widerstands-Kollektiv begonnene Fahrradweg in der Stargardtstraße im Berliner Norden fertiggestellt.
Da die Polizei Mitte der Woche den weiteren Bau nach hundert Metern verhindert hatte, haben sich die Ehrenamtlichen in der Nacht von Samstag auf Sonntag dort erneut mit Farbe, Farbrollen und Schablonen ans Werk gemacht. Diesmal konnten sie den Radweg bis zum Ende der Straße fertigstellen. 

Jori erklärte während des Malens: "Wir werden immer wieder Radwege malen, bis sie bleiben. Denn es ist unverantwortlich, dass so viele Radfahrende täglich in Gefahr geraten, wenn sie von Autos an den Rand gedrängt werden. Während immer mehr Platz für Autos geschaffen wird, weigert sich der Berliner Senat, schon geplante Radwege zu finanzieren. Er trägt damit einen Teil der Verantwortung für die 11 im Straßenverkehr gestorbenen Radfahrenden letztes Jahr."

Die Stargardtstraße ist Teil des Berliner Radvorrangnetzes im Süden von Reinickendorf. Während auf der angrenzenden Residenzstraße geplant wird, ab Ende nächsten Jahres einen Radweg anzulegen, darf die Stargardtstraße auch weiterhin vornehmlich von Autos befahren werden, obwohl diese sie nur als Parkplatz nutzen. Um dieser Flächenungerechtigkeit entgegenzutreten haben sich engagierte Menschen zusammengetan und den Bau des Radweges selbst in die Hand genommen. Der neue Radweg ist zwei Meter breit, hat eine beinahe gerade Trennlinie und ordentliche Fahrradpiktogramme und geht nun die ganze Straße entlang. 

Jolanda, die auch an dem Radweg beteiligt war, ergänzt: "Es ist schade, dass die Polizei den Bau am Mittwoch verhindert hat. Umso besser ist es, dass wir dieses mal ungestört arbeiten konnten. Wir wollen, dass die Straßen für alle Menschen sicher sind, also machen wir das jetzt selber."

Das Widerstands-Kollektiv ist bundesweit am Bau neuer Radwege und Zebrastreifen beteiligt. Am vergangenen Montag wurden neben Berlin auch in Bremen und Hamburg neue Radwege gebaut, außerdem tauchen immer wieder neue Zebrastreifen in Hamburg und Bremen auf. insgesamt wollen die Ehrenamtlichen 5 Kilometer neue Radwege anlegen, fast zwei Kilometer haben sie bereits geschafft. Im Rahmen dieser Radweg-Kampagne ruft das Widerstands-Kollektiv zu Spenden auf, mit jedem Euro können Unterstützer*innen den Bau von einem Meter Fahrradweg ermöglichen. 2800€ wurden darüber bereits gesammelt, es ist also davon auszugehen, dass in der nächsten Zeit weitere neue Radwege auftauchen werden. 

Bild: © Zottel

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Das Widerstands-Kollektv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat. 

Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder der ÖPNV kostenlos gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen werden Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.

Pressekontakt:
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