Berlin, 21.06.2025, 03:00 Uhr – Radweg an Grundschule
In der Nacht von Freitag auf Samstag haben Ehrenamtliche des Widerstands-Kollektivs einen neuen Radweg angelegt. Mit Farbe, Malerrolle und Schablonen haben sie eine saubere Linie gezogen und Fahrradpiktogramme aufgetragen, sodass der Radweg deutlich zu erkennen ist.
Der neue Radweg mit einer Länge von über 200m befindet sich auf der Lindenstraße an einer Grundschule in Berlin-Köpenick. Dort klagen Eltern seit Jahren darüber, dass der Schulweg ihrer Kinder gefährlich ist, weil es dort keinen Fahrradweg gibt.
Menschen des Widerstands-Kollektivs wurden auf diesen Zustand aufmerksam gemacht und haben beschlossen, sich der Sache anzunehmen.
"Der Berliner Senat weigert sich dafür zu sorgen, dass Kinder einen sicheren Schulweg haben. Stattdessen investiert er Milliarden in Schnellstraßen wie die TVO - doch davon profitieren Schulkinder bekanntlich wenig. Wir finden, dass alle Kinder ein Recht auf einen sicheren Schulweg haben, deshalb machen das jetzt selber", erklärt uns eine der beteiligten Personen, während sie ein Fahrradpiktogramm auf die Straße malt.
Die Stelle hier war besonders gefährlich, da der Radweg mitten auf der Straße aufhörte. Nun setzt sich der Radweg ununterbrochen auf einer der beiden Spuren fort, sodass genug Platz für alle Verkehrsteilnehmenden ist.
Einige Anwohnende, die von der Aktion mitbekommen haben, äußerten sich begeistert über den neuen Radweg: "Wenn ich hier mit dem Rad fahre, dann fahren die Autos immer gefährlich nah und viel zu schnell an mir vorbei. Mit dem neuen Radweg ändert sich das. Das finde ich super".
Das Widerstands-Kollektiv hat in den vergangenen Wochen im gesamten Bundesgebiet solche Verbesserungen mit direkten Aktionen umgesetzt. Insgesamt wurden mittlerweile über zwei Kilometer Radweg, ein knappes Dutzend Zebrastreifen, einige Tempo-30-Zonen und ein paar Grünflächen angelegt.
Im Rahmen einer Spendenkampagne können Unterstützende nun sogar eine Verbesserungsflatrate abschließen, mit der sie fortwährende Verbesserungsaktionen ermöglichen können. Die Ehrenamtlichen des Widerstands-Kollektivs freuen sich über die breite Unterstützung ihrer Arbeit.
"Dass bereits so viele Menschen gespendet haben, zeigt doch deutlich, wie notwendig Verbesserungen wie dieser Radweg sind. Wir weigern uns, das Versagen der Berliner Verkehrspolitik einfach zu akzeptieren - deshalb machen wir das jetzt selber. Denn wir wollen eine Stadt, in der alle Menschen sicher sind und eine Welt, in der das gute Leben für alle möglich ist."
Der neue Radweg in der Lindenstraße ist nur eine von vielen direkten Verbesserungen, die das Widerstands-Kollektiv in der nächsten Zeit ganz nach ihrem Motto selber machen wird.
Interessierte sind herzlich eingeladen zum nächsten offenen Treffen des Berliner Widerstands-Kollektivs am Sonntag, 22.06. um 18 Uhr in der Gneisenaustraße 12.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Das Widerstands-Kollektv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder der ÖPNV kostenlos gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen werden Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
Pressekontakt:
Tel: 030 50930 4086
presse@widerstands-kollektiv.org
Bundesweiter Presseverteiler des Widerstands-Kollektivs: widerstands-kollektiv.org/presseregistrierung
weiter Fotos der Aktion: photos.widerstands-kollektiv.org
Pressebegleitung:
Falls Sie Interesse an Hintergrundgesprächen und Interviews haben oder unseren Protest medial begleiten wollen, melden Sie sich gerne unter den angegebenen Pressekontakten.
Weitere Infos zum Widerstands-Kollektv finden sie hier: www.widerstands-kollektv.org