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Oldenburg, 26.06.25, 03:00 Uhr – Zebrastreifen selbst gemacht


Am 26.06.25 legten Ehrenamtliche des Widerstands-Kollektivs einen Zebrastreifen am Stau, Höhe Kaiserstraße, in Oldenburg an.

Diese Selbsthilfeaktion findet im Rahmen einer bundesweiten Zebrastreifen-Initiative des Widerstands-Kollektivs statt. In vielen Städten, u.a. in Berlin, Göttingen und Hamburg greifen dieser Tage engagierte Menschen zum Pinsel. Sie malen Zebrastreifen, um die so dringend benötigte klima- und menschenschützende Verkehrswende voranzubringen.

„Wir brauchen eine Infrastruktur die Menschen, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, eine sichere Mobilität ermöglicht. Mit unseren Zebrastreifen leisten wir einen konkreten Beitrag, da von politischer Seite keine ausreichenden Maßnahmen umgesetzt werden.“ Erklärt Josie, 22.
 
 
Die Stadt Oldenburg wehrt sich aktiv gegen Zebrastreifen, da sie eine „völlige Umkehrung der Verkehrsverhältnisse“ befürchtet. (1) Wir können nicht nachvollziehen, warum die Verwaltung davor Angst hat, besonders vulnerablen Verkehrsteilnehmenden mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu geben. In Zeiten von mehr Autos denn je, braucht es eine Verkehrsberuhigung und eine Abwendung vom Individualverkehr, hin zu viel mehr öffentlichem Nahverkehr.

„Es muss langsam wirklich Schluss sein mit der Dominanz von Autos über Menschen auf den Straßen”, so Robert Vehse, 38. “Wir leben in Zeiten, in denen Menschen unter dem Verkehr leiden, der mit Lärm, Luftverschmutzung und Gefahren für Menschenleben einhergeht. Deswegen ist es uns ein Anliegen insbesondere die Kinder auf den Straßen zu schützen. Außerdem ist die Klimakatastrophe so akut wie nie: Wir müssen handeln! Wenn unsere Stadt das nicht schafft, dann machen wir das halt selbst.”
 
Der Verein Fuss.e.V. setzt sich ebenfalls für mehr Zebrastreifen ein. (2)
Wir nehmen die soziale und ökologische Verkehrswende selbst in die Hand,d enn sie sind eine kostengünstige Verkehrssicherungsmassnahme

 

 

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Das Widerstands-Kollektv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat. 

Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder der ÖPNV kostenlos gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen werden Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.

Pressekontakt:
Tel: 030 50930 4086
presse@widerstands-kollektiv.org
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Falls Sie Interesse an Hintergrundgesprächen und Interviews haben oder unseren Protest medial begleiten wollen, melden Sie sich gerne unter den angegebenen Pressekontakten. Weitere Infos zum Widerstands-Kollektv finden sie hier: www.widerstands-kollektv.org