Berlin, 26.06.2025, nachts – Zebrastreifen selbst gemacht
Mit Sprühfarbe, Schablonen und eigenen Schildern legten Ehrenamtliche des Widerstands-Kollektivs in der vergangenen Nacht einen Zebrastreifen in der Neuen Hochstraße in Berlin an.
Diese Verbesserungs-aktion fand im Rahmen einer bundesweiten Zebrastreifeninitiative vom Widerstands-Kollektiv statt. In vielen Städten, u. a. in Göttingen, Oldenburg und Ulm greifen dieser Tage engagierte Menschen zum Pinsel. Sie malen Zebrastreifen, um die so dringend benötigte klima- und menschenschützende Verkehrswende voran zu bringen.
„Paris könnte ein Vorbild sein, dort ist der individuelle Autoverkehr durch verkehrspolitische Maßnahmen konsequent zurückgedrängt worden und durch Mobilitätsangebote für alle ersetzt worden. Dadurch wird nicht nur das Klima geschützt, sondern die Lebensqualität aller Menschen in der Stadt hat sich enorm verbessert. Unser Zebrastreifen ist ein kleiner Schritt in diese Richtung“, sagt eine beteiligte Person zu der Aktion.
Laut dem Verein FUSS e.V., der sich ebenfalls für mehr Zebrastreifen einsetzt, sind diese eine kostengünstige Verkehrssicherungsmaßnahme (1).
Das Widerstands-Kollektiv nimmt die soziale und ökologische Verkehrswende selbst in die Hand.
„Viele Kinder müssen täglich die vielbefahrene Straße überqueren, um zur Kita zu kommen. Lediglich ein Achtungschild aufzustellen, ist eine Kapitulation vor der Dominanz des Autoverkehrs. Hier müssen endlich die Zufußgehenden Vorrang erhalten", sagt eine weitere Ehrenamtliche und beginnt, die Streifen des Fußgängerüberwegs aufzutragen.
Die Polizei Berlin hingegen scheint die Sicherheit von Passant:innen nicht wichtig zu finden und montierte die angebrachten Verkehrsschilder, die die Autofahrenden auf den neuen Fußgängerüberweg hinweisen sollten, direkt wieder ab und ließ die Streifen am nächsten Tag übermalen.
(1) https://www.fuss-ev.de/alles-ueber-fussverkehr/wege-und-regeln/fahrbahnen-kreuzen/zebrastreifen/
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Das Widerstands-Kollektv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder der ÖPNV kostenlos gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen werden Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
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