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Bremen Findorff, 14.07.2025, 03:00 Uhr – Erneuter Fahrradweg für Bremen selber gemacht

Engagierte Mitbürger*innen haben mit dem Widerstands-Kollektiv erneut eine dringend benötigte Fahrradwegmarkierung selbst angelegt.

In der Nacht von Sonntag  auf Montag haben engagierte Mitglieder des Widerstands-Kollektivs gehandelt: Ein schon längst benötigter Radfahrstreifen wurde in der Hemmstraße ab Höhe der Haltestelle Krönkeskamp, Richtung Stadtauswärts, bis Höhe Emilienweg, erneut angelegt. Gemäß der StVO sollen Radfahrende auf der Straße fahren. Es gab zwar schlecht erkennbare Fahrradmarkierungen auf der Straße, aber ein Radstreifen fehlte. Eine gut sichtbare, gestrichelter Radschutzstreifen wurde hier um 650m ergänzt, sowie Radwegpiktogramme.

Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Radwegkampagne der Bewegung. Auf der Webseite (1) laden sie Menschen dazu ein, Radweg-Paten zu werden. Jeder gespendete Euro mache einen Meter Radweg möglich. Bremen hatte bereits am 27.05.2025 zum ersten mal ein Schutzstreifen angelegt, der aber umgehend von der Stadt entfernt wurde.

“Wir haben Menschen in Bremen gefragt, was ihnen fehlt, um gut in Bremen zu leben. Fehlende Radinfrastruktur war ebenso wie zu viele Autos ein wiederkehrendes Thema. Und wir haben festgestellt, dass es da durchaus an vielen Orten in Bremen ein Verbesserungspotential gibt. Städte wie Den Haag, Kopenhagen oder auch Paris machen es vor: Eine große Stadt kann ein lebenswerter Raum werden!” sagt Jula (24) vom Widerstands-Kollektiv.

Mit ihrer Aktion schafft das Widerstands-Kollektiv direkt mehr Raum und Schutz für verletzliche Verkehrsteilnehmende. Radfahrende sind zu oft von tödlichen, vermeidbaren Unfällen betroffen. Jeder 6. Verkehrstote ist Radfahrer*in. Die größte Gefahr stellen hier Autos dar (5). Hier schützen gut abgegrenzte Radwege. Menschen, die zu ihrer Parzelle fahren wollen, profitieren direkt: schneller und sicherer in eine erholsame Umgebung gelangen.
Während Autofahrende im Straßenverkehr nach wie vor den größten Raum und die meiste Rücksicht erhalten, bleiben diejenigen, die am meisten Schutz benötigen, oft unberücksichtigt. Das Widerstands-Kollektiv macht mit der Aktion klar: Die Sicherheit aller darf nicht der Bequemlichkeit des Autoverkehrs untergeordnet werden.
“Es gibt so viele Menschen, die sagen, da könne man leider nichts machen. Aber das stimmt nicht. Wir können alle etwas tun. Wir müssen einfach nur anfangen” sagt Thomas (57), ein Ehrenamtlicher vom Widerstands-Kollektiv.
Radwege sind bereits in einigen Städten entstanden, so z.B. in Berlin, Wuppertal, Ulm und Karlsruhe. (2)(3)(4)
Ein gerechter Verkehrsraum ist Voraussetzung für ein gutes Leben für alle. In Zeiten einer eskalierenden Klimakrise müssen wir mehr denn je die soziale und ökologische Verkehrswende fokussieren. Wir müssen auch in Bremen einfach nur anfangen. Ein Schritt ist es mehr Durchlässigkeit und Sicherheit für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmende zu schaffen.

In diesem Sinne freundliche Grüße vom Presseteam des Widerstands-Kollektiv

Pressekontakt: Tel. 030 50930 4086
bremen@widerstands-kollektiv.org
presse@widerstands-kollektiv.org


(1): https://widerstands-kollektiv.org/
(2): https://www.youtube.com/shorts/oDmqP6cOhEg
(3): https://www.wuppertaler-rundschau.de/lokales/aktivisten-legen-in-wuppertal-eigenstaendig-radweg-an_aid-126968851
(4): https://www.die-neue-welle.de/hochbeet-blockiert-autos-verkehrsprotest-in-karlsruhe-1385539/
 (5): https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/unfallstatistik-radfahrer-100.html

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Das Widerstands-Kollektv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat. 

Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder der ÖPNV kostenlos gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen werden Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.

Pressekontakt:
Tel: 030 50930 4086
presse@widerstands-kollektiv.org
Bundesweiter Presseverteiler des Widerstands-Kollektivs: widerstands-kollektiv.org/presseregistrierung

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