München, 09.09.2025, 21:00 Uhr –
Nachdem heute morgen mehrere Aktivist*innen des Widerstands-Kollektivs die Zufahrt zur Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) blockiert haben, hat die Staatsanwaltschaft für zwei Teilnehmende Untersuchungshaft beantragt. Sie befinden sich bereits in einem Münchner Gefängnis und sollen dort morgen mittag dem Haftrichter vorgeführt werden.
Es ist der erste uns bekannte Fall, in dem der Staat Menschen für eine friedliche Sitzblockade in Untersuchungshaft sperrt.
"Kriminell sind die Autokonzerne, die mit ihren SUVs für weltweit eine Milliarde Tonnen CO2-Ausstoß verantwortlich sind und damit die Klimakatastrophe massiv befeuern. Ich finde es wirklich schockierend, dass Menschen, die sich dagegen auf eine Straße gesetzt haben, jetzt im Gefängnis sind.", erklärt uns Linda Ellinger, eine Unterstützerin der Aktion. Dies stelle eine massive Eskalation gegen alle Menschen dar, die friedlichen zivilen Widerstand gegen die Klimazerstörung leisten. "Einschüchtern lassen wollen wir uns davon nicht. Schließlich ändert das nichts an der Notwendigkeit, dass wir uns gegen die Klimazerstörung und für eine gerechtere Welt einsetzen müssen."
Die Internationale Automobilausstellung, die vom 09.-12. September in München stattfindet, wird von großen Gegenprotesten und zivilem Widerstand begleitet. "Während die Welt in Flammen steht und die Klimakatastrophe immer weiter eskaliert, liefern Autokonzerne nur noch größere SUVs, noch mehr Emissionen, noch mehr Zerstörung. Die Folgen dieser Zerstörung durch den ungehemmten Luxus einiger weniger tragen diejenigen, die sie am wenigsten verursachen: Menschen, die im globalen Süden leben - das ist ungerecht. Wir wollen eine gerechte Mobilität, die für alle da ist und die keine Zerstörung liefert, sondern Zukunft schafft.", erklärt Noa Möller den Hintergrund der Aktion.
In den kommenden Tagen sind weitere Demonstrationen angemeldet. 8000 Polizisten hat der Polizeistaat Bayern zur Unterstützung angefordert.
Freundliche Grüße vom Presseteam des Widerstands-Kollektiv
Pressekontakt: Tel. 030 50930 4086
presse@widerstands-kollektiv.org
Hochauflösende Fotos der Aktion von heute morgen: https://photos.widerstands-kollektiv.org/
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
Pressekontakt:
Tel: 030 50930 4086
presse@widerstands-kollektiv.org
Bundesweiter Presseverteiler des Widerstands-Kollektivs: widerstands-kollektiv.org/presseregistrierung
Fotos zu dieser und weiteren Aktionen: photos.widerstands-kollektiv.org
Pressebegleitung:
Falls Sie Interesse an Hintergrundgesprächen und Interviews haben oder unseren Protest medial begleiten wollen, melden Sie sich gerne unter den angegebenen Pressekontakten. Weitere Infos zum Widerstands-Kollektv finden sie hier: www.widerstands-kollektv.org