München, den 11.09.2025, 7:30 Uhr – Widerstands-Kollektiv klebt und klettert gegen die Auto-Industrie
Am Donnerstag morgen haben Unterstützer*innen des Widerstands-Kollektivs erneut mit einer Straßenblockade den Weg zur IAA blockiert.
Auf der A9, mit Blick auf die Allianz-Arena wurde zuerst eine Schilderbrücke beklettert und ein großes Banner mit der Aufschrift: "Gutes Leben für Alle = Mobilitätswende"über ein Autobahnschild gehangen. Unterzeichnet ist das Banner mit "Widerstands-Kollektiv". Im direkten Anschluss klebten sich mehrere Personen mit einem Sand-Kleber-Gemisch auf die fünfspurige Autobahn fest.
"Auf dieser fünfspurige Autobahn sieht es wie auf dem Mond, dabei führt sie direkt nach München rein. Nur an wenigen Orten wird so deutlich hier, wie wenig echter politischer Wille für die dringend benötigte Mobilitätswende da ist. Was wir brauchen sind Städte für Menschen statt Städten für Autos." erklärt Dieter Martin, 67, promovierter Biologe vom Widerstands-Kollektiv seinen Protest.
Tatsächlich sind die Emissionen des Verkehrssektors seit den 1990er Jahren auf etwa gleichbleibend hohem Niveau [1], das obwohl das Konzept der Verkehrswende bereits seit 1975 bekannt ist [2].
"Selber Machen" ist das Motto des Februar 2025 gegründeten Widerstands-Kollektivs, das seitdem insbesondere mit Verbesserungs-Aktionen im Stadtbild auf sich aufmerksam macht. So wurden in der Vergangenheit immer wieder beispielsweise Radwege und Zebrastreifen gemalt. [4]
Weitere Aktionen zur Umsetzung der Mobilitätswende durch das Widerstands-Kollektiv sind bereits in Planung.
Einen politischen Unwillen erkennt auch Max Voegtli, 32, der selber an der Aktion beteiligt ist: "Wenn wir es schaffen, uns auf eine Autobahn zu betonieren oder auf eine Schilderbrücke zu klettern, wird die Politik endlich mal Radwege statt Autobahnen auszubauen. Und solange die Politik nicht handelt, setzen wir die Verkehrswende halt selber um."
Das Widerstands-Kollektiv war bereits am Dienstag Morgen zum Auftakt der IAA mit einer Straßenblockade gegen die IAA aufgefallen. Dabei war der mittlere Ring direkt vor einem Mercedes-AMG-Showroom blockiert worden. [3]
Freundliche Grüße vom Presseteam des Widerstands-Kollektiv
Pressekontakt: Tel. 030 50930 4086
presse@widerstands-kollektiv.org
Hochauflösende Fotos in Kürze unter: https://photos.widerstands-kollektiv.org/
[1] https://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/emissionen-des-verkehrs
[2] https://www.mobilservice.ch/de/home/news/news-dossiers/buchtipp-bvirus-autol-von-hermann-knoflacher-272.html
[3] https://www.fr.de/panorama/vor-iaa-rueckkehr-der-klima-kleber-protest-aktion-muenchen-erregt-aufsehen-zr-93924982.html
[4] https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ulm/aktivisten-schilder-zebrastreifen-beschaedigung-100.html
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Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen.
Dafür werden verschiedene Aktionsformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
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