16.09.2025 – Keine Party für Klimakiller
Das Widerstandskollektiv hat in den vergangenen Tagen, zusammen mit anderen Gruppen [1], mit friedlichem zivilen Ungehorsam, zwei fossile Werbe-Events unterbrochen, zahlreiche Medien berichteten. [2,3,4,5]
In München fanden im Zusammenhang mit der internationalen Automobilausstellung (IAA) vielfältige und kraftvolle Blockaden sowie andere Protest-Aktionen statt.
Tatsächlich inszenierte sich die diesjährige IAA unter dem Motto "It's all about mobility" intensiv als nachhaltig, mit Ausstellungen zu nachhaltiger Mobilität, wie beispielsweise der Präsentation eines neuen S-Bahn-Zugs. Diese Entwicklung wird von Umweltverbänden allerdings kritisch gesehen, da die Befürchtung besteht, dass es sich bei den Nachhaltigkeitsbemühungen der IAA lediglich um sogenanntes "Greenwashing" handelt, während weiterhin die fossile Mobilität, namentlich das Auto, im Vordergrund steht. [6]
„Die Messe spricht von Mobilität, meint aber vor allem die Mobilität der Reichen – mit SUVs, Elektroautos und digitalisierten Luxuslösungen. Während weltweit Menschen unter den Folgen der Klimakrise leiden, feiert sich hier eine Industrie, die maßgeblich dazu beiträgt – und sich dabei ein heuchlerisches, grünes Image verpasst.“ sagt Julius Hamich, 22J., vom Widerstandskollektiv.
Und weiter: „Was wir brauchen, sind Städte für Menschen, statt Städte für Autos.“
In Hamburg waren zeitgleich die "Cruise days", auch dort ist eine umwelt- und klimazerstörende Form der Mobilität öffentlich gefeiert worden. Dabei seind Kreuzfahrten sogar noch klimaschädlicher als fliegen [7] und dienen gleichzeitig nur dem Freizeitvergnügen. Ehrenamtliche des Widerstands-Kollektivs sind den Kreuzfahrt-Lobbyisten im Wortsinn "auf’s Dach gestiegen" [8] und haben Bürgermeister Tschentscher mit einem Untergangs-Flöten-Konzert konfrontiert [9], neben weiteren kreativen Protestaktionen.
Dazu Katja Schreiner, 58J.: „Es gibt einen Zusammenhang zwischen den furchtbaren Wald- und Flächenbränden in Südeuropa und der Kreuzfahrtindustrie, die weiter die Klimakrise anheizt. Kreuzfahrten verführen dazu in einer Art zu reisen, die genau die Schönheit der Welt zerstört, mit der die Touristen angelockt werden. Hamburg schaufelt sich sein eigenes Grab, indem es den Klima-Killern den roten Teppich ausrollt.“
Aufgrund der Vielzahl der Aktionen können diese an dieser Stelle gar nicht vollzählig widergegeben werden. Das Widerstands-Kollektiv kündigt an, sich weiter mit entschlossenen, zivilen Ungehorsam der Zerstörung [10] entgegen zu stellen und direkte Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen.
Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüße vom
Presseteam des Widerstands-Kollektivs
Hochauflösende Fotos zu diesen und weiteren Aktionen: www.photos.widerstands-kollektiv.org
[1] Ende Gelände, Sand im Getriebe, Extinction Rebellion und andere Gruppen
[2] https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-protest-iaa-a9-aktivisten-li.3310907
[3] https://www.abendblatt.de/hamburg/article409969872/protest-gegen-cruise-days-extinction-rebellion-faerbt-brunnen-gruen.html
[4] https://www.br.de/nachrichten/bayern/zurueck-zum-kleben-wer-sind-die-neuen-klimaaktivisten,UwaZFgg
[5] https://www.upday.com/de/news/aktivisten-blockieren-a9-vor-iaa-verkehrschaos-in-munchen/0s953ze
[6] hhttps://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/iaa-verkehr-fahrrad-mobilitaet-1.6184695
[7] https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/verkehr/schifffahrt/kreuzschifffahrt/index.html
[8] https://hamburg.t-online.de/region/hamburg/id_100909944/klimaaktivisten-faerben-hamburger-brunnen-gruen-protest-gegen-cruise-days.html
[9] https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/cruise-days-2025-kreuzfahrtschiffe-und-feuerwerk-zum-start,hamj-3076.html
[10] https://www.tagesschau.de/wissen/antarktis-forscher-warnen-100html
Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
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Tel: 030 50930 4086
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