Karlsruhe, 24.07.2025, 07:15 Uhr – Am frühen Donnerstagmorgen legten Ehrenamtliche des Widerstands-Kollektivs einen Zebrastreifen in der Rintheimer Straße auf Höhe der Veilchenstraße in Karlsruhe an.
Diese Selbsthilfeaktion findet im Rahmen einer bundesweiten Zebrastreifen-Initiative vom Widerstands-Kollektiv statt. In vielen Städten, u.a. in Berlin, Bremen und Ulm greifen engagierte Menschen zum Pinsel. Sie malen Zebrastreifen, um die so dringend benötigte klima- und menschenschützende Verkehrswende voran zu bringen.
„Wir brauchen eine Infrastruktur die Menschen, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, eine sichere Mobilität ermöglicht. Mit unseren Zebrastreifen leisten wir einen konkreten Beitrag, da von politischer Seite keine ausreichenden Maßnahmen umgesetzt werden,“ erklärt Lina Schulze, Studentin aus Karlsruhe.
Der Zebrastreifen in der Rintheimer Straße ist deswegen besonders wichtig, da er eine wichtige Verbindung für zu Fuß gehende aus den Wohngebieten der Oststadt auf dem Weg zur nächsten Haltestelle oder zum Supermarkt darstellt.
„Es sollten endlich die verletzlichsten Verkehrs-Teilnehmenden geschützt und umweltfreundliche Fortbewegung unterstützt werden,“ fordert Alex Cergui, Monteurin und Pressersprecherin vom Widerstandkollektiv Karlsruhe: „In der Karlsruher Oststadt wie bundesweit gilt der individuelle Automobilverkehr immer noch als Standard und darf selbstverständlich Raum einnehmen, während Menschen zu Fuß und mit dem Fahrrad an den Rand gedrängt werden. Da ist es kein Wunder, dass die Anzahl der zugelassenen Autos einen Höchststand von über 49 Millionen erreicht hat. Das System muss von den Reifen auf die Füße gestellt werden.“
Auch andere Initiativen setzen sich in Karlsruhe für eine lebenswertere und sicherere Oststadt ein: Die Initiative Kiezblocks Karlsruhe beispielsweise fordert zahlreiche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Erhöhung der Verkehrssicherheit in der Karlsruher Oststadt. Die Stadtverwaltung Karlsruhe sieht hier aber "keinen Handlungsbedarf". [1] Mit dem neu angelegten Zebrastreifen setzt das Widerstands-Kollektiv eine erste Maßnahme für Verkehrssicherheit und Verkehrsberuhigung selber um.
Der Verein Fuss.e.V. setzt sich ebenfalls für mehr Zebrastreifen ein. [2]
Wir nehmen die soziale und ökologische Verkehrswende selbst in die Hand.
Sie kennen eine oder mehrere Stellen in Karlsruhe, an denen es zu Fuß oder mit dem
Fahrrad gefährlich ist und an denen Verbesserungspotential bestünde? Dann
schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an karlsruhe@widerstands-kollektiv.org.
[1] https://www.fuss-ev.de/alles-ueber-fussverkehr/wege-und-regeln/fahrbahnen-kreuzen/zebrastreifen/
[2] https://ka-kiezblocks.de/gfs/
Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generation gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht weiterhin die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes. Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratische Krise. Sie versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selbst umsetzen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder der ÖPNV kostenlos gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen werden Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stilllegung klimaschädlicher Anlagen.
Pressekontakt:
Tel.: 030509304086
presse@widerstands-kollektiv.org
Bundesweiter Presseverteiler des Widerstands-Kollektivs: widerstands-kollektiv.org/presseregistrierung
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Weitere Infos zum Widerstands-Kollektiv finden sie hier: www.widerstands-kollektiv.org