Regenburg 28.08.25, gegen 6 Uhr morgens hat die Polizei bei Leo J, 36, Wissenschaftler und engagiert im Widerstands-Kollektivs und bei Scientist Rebellion, eine Hausdurchsuchung durchgeführt.
Leo J. engagiert sich für eine soziale und ökologische Verkehrswende, deren Notwendigeit vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Erderhitzung (1) gerade ihm als Wissenschaftler offensichtlich bewusst ist.
Laut Durchsuchungsbeschluss sei der Grund für die Hausdurchsuchung ein Instagram-Video (www.instagram.com/p/DNnh-HvoOqz/), das Leo J. bei der vorübergehenden Stilllegung eines SUVs zeigt. In diesem hat Leo J. mit Hilfe einer Linse (rot, bioqualität) den Reifen dieses Fahrzeugs entlüftet. Was die Polizei durch die Hausdurchsuchung bezwecken wollte, bleibt unklar.
Eine Hausdurchsuchung ist eine empfindliche Verletzung der Privatsphäre, die vor allem der Einschüchterung, aber auch dem Ausspionieren von Menschen dienen soll, die Widerstand gegen die Klimazerstörung z.B durch die Autoindustrie leisten.
Wie auch schon vor knapp 2 Monaten bei dem Klimaschützer Julius Hamich, 22J., in Karlsruhe; der dazu sagt: „Diese Form der Repression ist sehr belastend, gleichzeitig ein Zeichen, dass unser entschlossener, aber sanfter Protest offensichtlich ins Schwarze trifft. Statt endlich, wie Städte wie Paris und Helsinki es vormachen, die Dominanz des individuellen Automobilverkehrs zu begrenzen und gefährliche SUV's (2) aus dem Verkehr zu ziehen, wird nun im Vorfeld der IAA (internationale Automobilausstellung, 09-12.09 in München) weiter versucht, Menschen wie Leo J. und mich mundtot zu machen.“
Wir verurteilen diese Einschüchterungsversuche und völlig überzogenen Repressionen auf Schärfste. Denn diese sollen auch immer dazu dienen, andere Menschen davon abzuschrecken, sich für eine menschen- und klimafreundliche Verkehrspolitik einzusetzen. Wir lassen uns aber nicht einschüchtern. Wir werden uns weiter für eine ökologische und sozial gerechte Verkehrswende einsetzen, bundesweit mit Zebrastreifen, Radwegen, Entsiegelungen, Stilllegung von SUVs und anderen Protestaktionen.
Und wir stören die Zerstörer, bei der IAA vom 09. bis zum 12. September in München und anderswo!
Mit etwas aufgebrachten und freundlichen Grüßen, ihr Presseteam vom Widerstandkollektiv
(1)www.tagesschau.de/wissen/antarktis-forscher-warnen-100.html
(2)www.t-online.de/mobilitaet/aktuelles/id_100764628/studie-suv-gefaehrden-kinder-im-verkehr-aus-einem-grund.html
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Das Widerstands-Kollektv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generaton gegründet hat.
Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.
Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratsche Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen. Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Außerdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stillegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Bloßstellen von klimaschädlichen Konzernen.
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